Brockenhäuser, Brockenstuben in der Schweiz:




Quelle: Wikipedia


Die Bezeichnung Brockenhaus geht zurück auf das Bibelzitat in Johannes 6,12 über die Speisung der Fünftausend, wonach Jesus seine Jünger anleitete: „...Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt.“ (in Anlehnung an die Luther-Übersetzung).

Der deutsche evangelische Theologe Friedrich von Bodelschwingh (1831–1910), Gründer der Bethelmission, schuf 1872 eine „Anstalt für Fallsüchtige“ (Epileptiker) und eröffnete eine Sammel- und Verkaufsstelle für gebrauchte Waren, deren Ertrag zur Finanzierung seines sozialen Werkes diente.

Er nannte sie in Anlehnung an die zitierte Bibelstelle „Brockenhaus“. Der Philanthrop J. Müller setzte diese Idee in Berlin in den 1890er Jahren auch zur Arbeitsbeschaffung um.

In der Schweiz wurden Brockenhäuser ab ca. 1895 von der Heilsarmee und anderen Organisationen gegründet (das Bärner Brocki wurde durch den Verein für Arbeitsbeschaffung 1895 eröffnet).

Während die zahlreichen „Brockis“ in der Schweiz seit langem landestypische und populäre Einrichtungen darstellen, ist der Begriff in weiten Teilen Deutschlands heute praktisch unbekannt.

In Wuppertal-Barmen trägt ein Sozialkaufhaus wieder den Namen „Das Brockenhaus“. Die Bezeichnung wurde in Anlehnung an die „Barmer Brockensammlung“ gewählt, aus der sich Anfang des 20. Jahrhunderts Bedürftige mit allerlei Brauchbarem bedienen durften, welches wohlhabende und fromme Bürger gespendet hatten.

In Mainz führt ein Secondhand-Laden den Namen „Brockenhaus“.